Unsere Reise hin zu einer neuen Lösung


Als wir vor mehr als drei Jahren angefangen haben an XAIS CORE zu arbeiten, hat es noch einen ganz anderen Namen und zwar PUP (abgeleitet von Pick-Up-Process). Nun, als wir mit Kunden über PUP gesprochen haben, gab es häufiger Gelächter oder zumindest wurde geschmunzelt. Ich musste mir eingestehen, dass der Name leider nicht die Ernsthaftigkeit hinter dem Produkt wiederspiegelte.


Was war die Idee hinter „PUP“ (XAIS CORE)

Wir haben über die Jahre an diversen Projekten gearbeitet, Produkte entwickelt und diese als Lösungen bei Kunden integriert. Individuelle Anforderungen waren für uns quasi wie Frühstück, also ein fester Bestandteil des Tages.

Doch über die Zeit, wuchsen Herausforderungen zu hausgemachten Problemen heran, denn einige Produkte bzw. Kundenlösungen haben teilweise Dinge geleistet, für diese sie in dem ersten Design nicht so gedacht gewesen waren. Der eine oder andere wird sich nun fragen, ob es gut ist über seine Schwächen zu sprechen, doch um ganz ehrlich zu sein, das ist es ein Teil eines fortwährenden Prozesses, ein integraler Bestandteil eines Unternehmens – Schwächen erkennen und daraus lernen. Für mich persönlich, war es eine sehr wichtige Zeit des Lernens, in der ich mich mit der Architektur auseinandersetzen musste sowie der Vereinbarkeit von Kundenbedürfnissen.

Da wir unsere gesamten Herausforderungen, Änderungsprobleme und sonstige Hürden immer dokumentierten, waren wir in der Lage ein Profil dieser zu erstellen. Das „Profil“ listete erst einmal alles auf, was über die Zeit von uns gesammelt wurde. Die Liste war länger als gedacht, aber kürzer als befürchtet. Häufig waren Probleme verbunden mit nicht berücksichtigten Prozessen, die erst später hinzugekommen waren, Änderungen in den Anforderungen oder waren der Tatsache geschuldet, dass bestimmte Szenarien bei den Lösungsdesigns nicht berücksichtigt wurden.

Also war die zu beantwortende Frage, wie wir unsere Softwarearchitektur verbessern könnten um Änderungen zu vereinfachen. Da war die Idee zu unserem neuen System

„P-U-P“ geboren, welches dabei helfen sollte vom Softwaremonolithansatz wegzukommen. Prozesse und Arbeitsschritte sollten voneinander getrennt werden um die Abhängigkeit dieser untereinander auf ein Mindestmaß zu reduzieren.


Warum profitiert man von der Unabhängigkeit von Prozessen?

Wenn man sich einen strickt linearen Prozess anschaut, wie z.B. ein Kunde kauft ein Produkt, die Bestellung läuft im Onlineshop ein, wird an die Warenwirtschaft übermittelt und es folgt eine Reihe von weiteren Aktivitäten. In einem solchen Beispiel ist der Ablauf sehr pragmatisch, zumindest in vielen Standardsoftwarelösungen auf dem Markt. Aber muss dies immer so sein?

Nein, denn viele der Schritte können auch parallel und unabhängig voneinander ausgeführt werden. Viele Lösungen benötigen Extrazeit, da bereits laufende Ereignisketten die Verarbeitung weiterer Datensätze verhindern. In einem unabhängigen System werden Aufgaben asynchron ausgeführt. Prozesse müssen nicht aufeinander warten, sie laufen parallel, bei höheren Aufkommen können sogar Prozesse dupliziert werden um die parallele Verarbeitung sogar auf verschiedenen Servern auszuführen.

Neben dem Aspekt der Zeitersparnis gibt es einen weiteren, wenn Prozesse unabhängig sind, können sie leichter verändert bzw. ersetzt werden. Genau dies war einer der Hauptgründe, warum wir uns sicher waren, dass unsere Lösung helfen wird.


War es von Anfang an klar, was XAIS CORE werden wird?

Nein, das war es nicht. In erster Linie haben wir anfänglich uns selbst helfen wollen. Wir haben starke Produkte entwickelt und wir waren überzeugt, dass wir die Architektur unserer Lösungen anpassen sollten. Nach den ersten Monaten wurde aus PUP „Heartbeat“. Das Projekt nahm Form an und wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir bestehende Systeme in unser neues Konzept übertragen können.

Wir haben als erstes ein Queuing System aufgebaut, dass in der Lage war Aufgaben zu verwalten. Die Lösung nahm gestallt an, doch je mehr wir mit Heartbeat gearbeitet haben, desto mehr Fragen und Anwendungsszenarien kamen hinzu. Nach vielen Gesprächen mit Kunden und Kooperationspartnern haben wir es dann erkannt. Heartbeat war nicht genug – auch wenn das automatische verwalten von Prozessen und Daten hervorragend funktioniert hat.


Die Transformation

Als wir erkannt haben, dass die meisten Unternehmen, ob Kunden oder Kooperationspartner sehr ähnliche Herausforderungen hatten, wurde uns klar, dass unsere Idee eine universelle Lösung schaffen könnte.

Die Herausforderungen lagen meist im Bereich des Ausbaus der IT Lösungen. Durch den Einsatz verschiedener Softwarelösungen wurden Lösungsinseln geschaffen. Oftmals nicht gleich auffällige Probleme reiften über die Zeit heran. Manchmal lag es bereits daran das Berichte nur in Excel vorlagen und sich aufeinander stützten. Später hat man feststellen müssen, wie schwierig es sein konnte solche Informationen mit anderen zu verknüpfen. Ob es um Konnektivität ging, die Verbindung von Unternehmen untereinander oder um die Anpassung von Abläufen innerhalb von Unternehmen, all diese Herausforderungen hatten ein sehr ähnliches Profil.

Unsere Idee sollte sowohl als Fundament für komplett neue Lösungen dienen können, als auch für das Auffüllen von Lücken zwischen unterschiedlichen Systemen, quasi als intelligentes Bindeglied.


XAIS CORE musste eine völlig neuartige Architektur haben im Gegensatz zu klassischen Softwarelösungen, denn normale Software führt einfach nur aus. Wir waren überzeugt, dass die auszuführende Software sowie die Steuerung von XAIS CORE voneinander getrennt sein müssen. Wir gaben XAIS CORE die Fähigkeit seine eigene Leistungsfähigkeit zu hinterfragen, die Abläufe zu überwachen – im Grunde genommen sollte XAIS CORE zum einen die Prozesse organisieren und zum anderen in der Lage sein die Ausführung zu bewerten.

Um es bildlich darzustellen ziehe ich gern das Beispiel einer Eiskunstlaufveranstaltung hinzu. Wenn es bei diesem Beispiel nun drei Hauptkomponenten geben würde, wären es das Eis, die Eiskunstläuferin und schließlich die Jury die die Bewertung abgibt. XAIS CORE bildet zum einen das EIS, quasi die Grundlage für die Ausführung. Die Eiskunstläuferin ist die auf XAIS CORE gebaute Software, welche eine komplexe Kür auf das Eis bringt und zum Schluss die Jury welche die Kür bewertet.

In dieses Beispiel ließen sich noch duzende weiterer Dinge aufzählen, die eine Funktion von XAIS CORE darstellen würden, wie z.B. der Trainer, der die Eiskunstläuferin anhand von Bewertungen oder anderer Parameter trainiert bzw. an ihrer Verbesserung arbeitet.


Das Ergebnis

Wie eingangs erwähnt hat die Arbeit an XAIS CORE, vor mehr als drei Jahren begonnen. Ich bin stolz auf das Ergebnis denn XAIS CORE ist eine Komplexe Lösung, die die Vorteile von Individualsoftware mit den Vorteilen einer Standardsoftware kombiniert. Wir sind bereits heute in der Lage viel bessere Software herzustellen, sogar besser als anfänglich gedacht.

Wir möchten es den Unternehmen deutlich erleichtern integrative Systeme zu entwickeln, Prozesse zu verbinden oder gänzlich neue Software zu erstellen.

Wir sind weit gekommen, doch es liegt noch einiges vor uns. XAIS CORE ist bereits heute eine der besten, wenn nicht die beste Basis für moderne Software und mit jedem Entwicklungszyklus wird sie besser.




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